E-Book-Verkäufe steigenVor zwei Wochen unterhielt ich mich mit zwei jungen Nachwuchsautoren, die gemeinsam der Fertigstellung ihres ersten gemeinsamen Fantasy-Romanes entgegenstreben. Nach fünf Jahren gemeinsamer Schreibarbeit fehlen noch drei von 33 Kapiteln. Auf meine Frage, wo und wie denn die Veröffentlichung des epischen Werkes geplant sei, fingen beide an rumzudrucksen. Man müsse wohl mal Verlage anschreiben … Ob ich denn einen Tipp für die beiden hätte.

Mehr E-Book als gedacht

Auf meinen Vorschlag, eine Veröffentlichung als Selfpublischer im E-Book-Bereich in Erwägung zu ziehen, rümpften beide verstört die Nasen. Das liest doch noch keiner, nur ein richtiges Buch sei ein … richtiges Buch. Nun ja, zumindest der erste Punkt lässt sich nun eindrucksvoll mit einer Infografik von buecher.de wiederlegen.

Nach beeindruckenden Wachstumsraten konnten im Jahr 2013 über 21 Millionen eBooks abgesetzt werden. Ebenfalls 21 Prozent der Deutschen lesen mittlerweile eBooks auf Readern wie Tolino und Kindle. Interessant bei den untenstehenden Zahlen: eBook-Leser verweilen länger an ihren Readern als konventionelle Buchleser an den Papierpendants: Täglich 47 Minuten für die eReader gegenüber 35 Minuten bei normalen Büchern. In Deutschland sind besonders Romane und Thriller beliebt. Wichtig für jeden Autor zu wissen: Frauen lesen vier Mal mehr als Männer.

Viele Vorteile auf eBook-Seite

Die Gründe für die steigende Beliebtheit der eBooks liegt nicht nur am günstigeren Preis der elektronischen Schriftstücke. In Amerika werden mittlerweile mehr eBooks als Bücher verkauft, es gibt erste Millionenstädte ohne Buchhandlung. Grund des eBook-Booms in den USA war die lange Lieferzeit für gedruckte Bücher in die entfernten Winkel des riesigen Landes. Hier haben die Deutschen in den allermeisten Wohngebieten weniger Probleme.

Doch es gibt noch weitere Vorteile für die eReader. Eine gesamte Bibliothek passt in die Handtasche, selbst umfangreichste Urlaubslektüre passiert ungehindert die Gepäckkontrolle auf dem Flughafen. Das integrierte Leselicht ist ein phänomenaler Komfortgewinn und der Akku hält trotzdem einen ganzen Monat. Leser fremdsprachiger Lektüre erfreuen sich an dem integrierten Wörterbuch und auch peinliche Titel können inkognito in großen Menschenansammlungen genossen werden. Die Zahl der eBook-Leser wird wohl auch in Deutschland noch weiter steigen …

Infografik eBook versus Buch

Infografik eBook vs. Buch